"Wer Dein Schweigen nicht versteht, versteht auch Deine Worte nicht."
- Verfasser unbekannt -



Sprechangst bezeichnet eine relativ starke Angst/ Unsicherheit in Situationen, die Sprechen oder Reden vor einem Publikum erfordern. Die Angst führt oftmals zu Vermeidungsverhalten (was in Fällen starker Sozialangst zu Isolation führen kann). Die in dieser Situation empfundene Angst ist eine emotionale / psychophysiologische Reaktion auf die zu vollbringende Redeleistung. Eine situative Sprechangst kann von Situation zu Situation unterschiedlich sein und als Form der Sozialangst gewertet werden kann. Sie schließt die Angst vor dem bewertet werden durch andere mit ein, die Furcht Erwartungen nicht erfüllen zu können. Häufig besteht eine große Motivation einen bestimmten Eindruck auf die Beteiligten einer Situation zu machen. Wenn innere Zweifel das Gelingen dieser Selbstdarstellungssituation begleiten treten die Angst und die Angst vor der Angst besonders auf. Besondere Eigenschaften einer Situation (Menschenkonstellationen, spezielle Handlungsformen im Miteinander, Vertrautheit, Freiwilligkeit, Bedeutsamkeit der Situation, ...) und auch Eigenschaften des Sprechens und der Inhalte (wie möchte ich mich ausdrücken, darstellen, wie gut kenne ich den Inhalt, wie wichtig ist mir der Inhalt ...) sind Voraussetzungen für die individuellen Einschätzungen, die dann Angst auslösend wirken.
Die Angst bezieht sich darauf Fehler zu machen, sich zu blamieren, schlechte Kritik oder Bewertungen zu erfahren, sich selbst nicht gerecht zu werden, etwas Unbekanntes, Unvorhersehbares meistern zu müssen.
Außerdem kommt das Unbehagen hinzu, dass andere Menschen die Gefühle sehen könnten, was die Angst noch verstärkt.
Als Angstsymptome zeigen sich Erröten, Zittern, Herzrasen, Schwitzen, Anspannung, Klos im Hals, Übelkeit, Angst vor Schwindel oder Ohnmacht. Sprechangst ist mehr als "aufgeregt sein" und kann als körperlicher Stress mit allen körperlichen Folgen (auch Denkblockaden / Gedächtnislücken/ Sinnesstörungen ...) bewertet werden.